Eine Segelyacht ist ein Segelboot, das die Länge von 10 m überschreitet und sowohl mit einer Küche als auch Kojen ausgestattet ist. Segelyachten sind zudem in der Regel Einmaster und werden ganz allein vom Wind angetrieben. Es existieren zwei Hauptsegel. Das sind das Großsegel und das Vorsegel. Daher ist der gebräuchliche Name für eine solche Yacht Slup. Eine Segelyacht reagiert auch schon auf kleine Böen, sodass sich diese Bootsklasse sehr sportlich steuern lässt. Abenteurer finden sich bei starkem Wind daher genau in ihrem Element wieder. Ankert man in einer windgeschützten Bucht, sind aber auch weniger abenteuerlustige Passagiere oder Crewmitglieder gut aufgehoben. Die Freiheit ist auf einer Segelyacht regelrecht greifbar!

Ähnlich wie beim Camping findet man bei einer Segelyacht unter Deck Gas- oder Benzinkocher mitsamt dazugehöriger Küchenausrüstung. Durch die kardanische Aufhängung bleibt auch bei Seegang alles in den Töpfen. Die Gewöhnung an das
Kochen auf See geht aber sehr schnell. Es stehen bequeme Kojen zum Schlafen oder Lesen zur Verfügung und auch eine Nasszelle mit Toilette ist an Bord zu finden. Auf dem zumeist montierten Navigationstisch ist Platz für das Funkgerät, das GPS mit Kartenplotter und die Elektroverteilung zu finden. Ein ausklappbarer Esstisch mit einer kleinen Sitzecke rundet das Ambiente ab. Wie bei einem Wohnmobil, muss während der Fahrt die Ausrüstung gut gesichert sein. Denn bei Seegang können sonst zerbrechliche Teile durchaus kaputt gehen. Außerdem geht von umherfliegenden Teilen auch immer eine Gefahr für den Menschen aus.


Der Umfang der Ausrüstung hängt von der Länge des Segelturns ab. Für einen einzigen Tag, einem sogenannten Daysailer benötigt man natürlich erheblich weniger Ausrüstung als dies für eine Woche oder mehr der Fall ist. Ein Satz passendes Werkzeug, Ersatzteile für die wichtigsten Komponenten (Ersatzlichter, Sicherungen, Motorenersatzteile, Segelreparaturkitt, Angelausrüstung) und ausreichend Wasser beziehungsweise Lebensmittel sind dabei Standard.